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Psychosoziale Risiken unkontrollierter Arbeitszeit

3. Januar 2014 um 14.05 Uhr
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bigstock-Time-in-business-45300061Mehrere Hunderttausend Arbeitsverhältnisse verstossen in der Schweiz gegen das Gesetz. Dieses verlangt nämlich, dass die Angestellten ihre Arbeitszeit genau erfassen (Verordnung 1 zum schweizerischen Arbeitsgesetz). Das bis anhin quasi als „Kavaliersdelikt“ gehandhabte Vergehen wird ab 2014 im speziellen Fokus des Seco sein, da die Einhaltung der Arbeitszeitvorschriften ein wichtiger Faktor gegen psychosoziale Risiken ist.

„Arbeiten bis zum Umfallen“. Wo ohne Ende geschuftet wird, nehmen Stress und Folge-Phänomene wie Mobbing, Depressionen und Burn-out  zu. Resultat sind Langzeitausfälle, die unsere Volkswirtschaft Jahr für Jahr sehr viel Geld kosten.

Klar ist: Das Staatssekretariat sieht Handlungsbedarf. Das Ziel ist, die Arbeitnehmer künftig besser zu schützen. Die Behörden werden in den kommenden Jahren die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen mit Nachdruck kontrollieren.

Es geht bei der Erfassung der geleisteten Arbeit nicht nur um den Nachweis der Präsenz. Jedes zukunftsorientierte Unternehmen muss sich heutzutage ein Bild darüber machen können, was seine Mitarbeiter machen, für welche Aufgaben und Projekte sie wie viel Zeit investieren und welche Services aus dem Unternehmensportfolio sich überhaupt rechnen. Nur mit diesen Informationen ist die Geschäftsführung überhaupt in der Lage, ihre Entscheidungen auf Basis einer verlässlichen Grundlage zu fällen.

Nach 15 Jahren konsequenter Nutzung einer Lösung für die Zeit- und Leistungserfassung kann ich eine persönliche Erfahrung ergänzen: es tut gut und ist wichtig, einmal am Tag kurz inne zu halten und sich Gedanken über den vergangenen Tag zu machen. Neben den effektiv geleisteten Dingen erhält man in der Retrospektive auch ein solides Gefühl über seinen persönlichen Beitrag zum Ganzen. Die Schaffung dieses Bewusstseins ist mitunter der wichtigste Grund zur Vermeidung von psychosozialen Risiken.

Michael Rothmund ist Geschäftsführer der Firma Process Partner AG, St. Gallen. Ihre  SAP-basierte Lösung ProTime für die  Zeit- und Leistungserfassung wird  in der öffentlichen Verwaltung und Privatwirtschaft von zahlreichen Unternehmen und Organisationen eingesetzt.

Mehr Informationen: Process Partner AG

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1Kommentar

  1. Roland Füllemann

    19. Januar 2014 um 11.55 Uhr

    Die Aktualität hat diesen Artikel bereits eingeholt.
    Der Journalistenverband „Impressum“ hat am 13. Januar den Tages Anzeiger (TA Media) wegen Verletzung des Arbeitsgesetzes angezeigt. In der Anzeige ist die Rede von „12-Stunden Tagen“ und es werden die fehlende Zeiterfassung und Kontrolle der Arbeitszeit bemängelt. Nachzulesen unter http://www.impressum.ch.

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